5 Vorurteile über Personal Brand-Fotografie – und was an ihnen dran ist

Vielleicht glaubst du, dass Fotos von dir auf deiner Website nicht so wichtig sind,  weil deine Texte und deine Arbeit überzeugend darstellen, was du machst und die Graphik deines Logos viel toller aussieht als du selbst. Vielleicht hast du schon Bilder auf deiner Website, die deine Freundin mit dem Handy im Urlaub vor 3 Jahren gemacht hat und findest, dass du nie wieder so gut aussehen wirst wie auf diesem Trip.

Regel #1 im Personal Branding: Die Menschen, mit denen DU arbeiten willst, möchten DICH kennenlernen, dir ihr Vertrauen schenken. Um das aufzubauen, brauchen sie ein Gesicht. Dein Gesicht.

Als Personal Brand-Fotografin bekomme ich immer wieder dieselben Mythen zu hören:

1. Ich muss fotogen sein

Dieser Mythos steht unangefochten auf Platz 1 der Personal-Brand-Fotografie. Tatsache ist: Wenn du tolle Personal Brand-Fotos von Menschen siehst, sagt das vor allem etwas darüber aus, wie gut die Fotografin sich mit Personal Branding auskennt. Es mag sein, dass manche Menschen dazu geboren sind, vor der Kamera zu stehen. 9 von 10 Kundinnen sind es nicht.  Ihnen ist es unangenehm, sich fotografieren zu lassen, egal wie oft sie das schon gemacht haben. Eine gute Personal Brand Fotografin weiß, was sie zu tun hat, damit du dich vor der Kamera wohl fühlst UND deine Persönlichkeit strahlt.

Ich liebe es, meine Kundinnen und Kunden kennenzulernen, an ihrer Seite zu sein und zu erleben, wie sie sich mit der Zeit immer mehr entspannen und locker werden. Mit ein paar guten Tipps, viel Spaß und Humor findet selbst die Unsicherste unter uns ihr inneres ROAR und sieht umwerfend aus.

2. Brauche ich nicht

„Mein Logo ist meine Marke. Wenn mein Bild überall erscheint, wirkt das eitel und lenkt von meinem Produkt / meiner Dienstleistung ab.“ Auch das höre ich sehr oft und ich kann dir sagen: diese Annahme ist falsch. Menschen interagieren nicht mit Marken. Sie interagieren mit Menschen. Selbst automatisierte Marken werden von Personen geführt, die täglich Entscheidungen treffen, die ihre Kunden beeinträchtigen. Je mehr du vor deine Kunden trittst, sie kennenlernst und sie dich, desto mehr werden sie deinen Produkten und Dienstleistungen vertrauen.

3. Zu teuer

Du denkst, so ein Shooting kostet dich ein Vermögen, weil du die perfekte Location, das perfekte Outfit und zig Menschen zahlen musst, die dich schminken, stylen, abtupfen, und obendrauf das Honorar für die Fotografin – falsch.

Natürlich solltest du eine*n gute*n Fotograf*in beauftragen (und nicht die Freundin deines Schulfreundes, die im Urlaub so schöne Bilder mit ihrem Smartphone gemacht hat). Aber sehr viel mehr ist es dann nicht mehr. Du brauchst weder nach Paris, Berlin, London oder New York zu fliegen, um die “perfekte” Location zu finden. Du brauchst weder Gucci noch Manolos. Und du brauchst kein halbes Dutzend Menschen, das dir den ganzen Tag auf der Ferse ist, um dir die Bluse zu richten.

Was sich lohnt: Für die ersten paar Stunden eine*n Profi, die oder der dir Haare und MakeUp macht. Das hat sich noch immer bewährt, auch wenn du natürlich aussehen willst – gerade dann. Geh vorher zur Pediküre und Maniküre, wenn du magst. Gib kein Vermögen für Kleidung aus. Welche Kleidung vor der Kamera gut „geht“ und welche eher nicht, hab ich dir hier zusammengefasst:

Du lässt dich nicht gern fotografieren?

Geht den meisten so.

Die wenigsten Menschen sind ein Naturtalent vor der Kamera. Gute Nachricht: Es gibt ein paar ganz einfache Tricks, damit dein Shooting super easy wird

Ob die Klamotten teuer waren oder nicht, wird niemand merken. Das sieht die Kamera nicht. Und was die Location angeht: Sprich mit deiner Fotografin darüber, was dich und deine „Marke“ ausmacht. Wofür dein Business steht. Wer deine Kunden sind, wen du damit ansprichst. Wie du arbeitest. Was du mit deinen Bildern rüberbringen willst.

4. Persönliches Branding ist was für Rampensäue

Wenn dein schönstes Urlaubserlebnis die Stunden in der Hängematte am See sind und du statt Party Urlaub im Robinson Club lieber mit Deiner Freundin in einem Wellnesshotel Erholung suchst, bist du möglicherweise keine Bühnenkünstlerin und zeigst dich ungern vor der Kamera. Believe it or not: Ich bin das auch nicht. Und viele meiner Kunden genausowenig.

Aber weißt du was? Wenn du dein Gesicht vor potenziellen Kunden verbirgst, haben sie keine Chance, dich kennenzulernen. Menschen verarbeiten Fotos 60.000 Mal schneller als Worte. 60.000 mal! Sie können Deine Texte so viel besser aufnehmen, wenn sie sehen können, wer dahinter steckt. Deine Leute wollen dich sehen. Du musst dich dafür nicht perfekt darstellen, sondern echt. Be real, not perfect!

5. Ich bin doch gar keine Marke und viel zu hässlich/dick/pickelig/groß/klein, um meiner Marke ein Gesicht zu geben

Kann es sein, dass dir nach Monaten des Home-Offices, in denen dir die Jogging-Hose angewachsen ist, alle Zuversicht in dein Auftreten entschwunden ist? Sämtliche Lifestyle-Bilder auf Instagram beweisen dir, dass dein Leben garantiert das langweiligste von allen ist? Ach herrje. Unser aller Leben ist doch mit solch schnöden Momenten nur so gespickt. UND: jede von uns kennt umgekehrt die kleinen und großen Momente, in denen wir uns fabelhaft fühlen – und auch so aussehen.

Denk an die Leidenschaft in dir, die dich für das brennen lässt, was du tust. Wo fließt deine Energie am meisten? In welchen Momenten spürst du das Leben in dir? Was findest du an und in deiner Branche? Was ist dein Ziel? Ich verspreche dir: wer im flow ist, strahlt von Innen nach Aussen. Das kommt auch bei den Bildern rüber  – du wirst umwerfend aussehen, wenn du beim shooting an die Arbeit denkst, für die du stehst. Mit dieser inneren Haltung steckst Du all die „tollen“ Lifestyle Typen, die in den Social Media an Dir vorbei scrollen, locker in die Tasche.

Nun sollten wenigstens 5 Steine aus deinem Weg zur Personal Brand Photography geräumt sein. Wenn Du Fragen zu deinem persönlichen Brand-Shooting hast, ruf mich gerne an. Ich freue mich auf Dich!