Personal Brand Christa Eversmeyer

Personal Brand 2022 – Wie Du eine starke Personenmarke entwickelst

Bringe deinen Stil in die Welt und baue deine Personal Brand mit einer klaren und ausdrucksstarken Botschaft auf 

Christine Lagarde und Greta Thunberg haben jedenfalls zwei Dinge gemeinsam: Sie stehen auf der Forbes Liste der mächtigsten Frauen der Welt und setzen sich – jede auf ihre Art – für den Klimaschutz ein.

Wer diese Namen hört, weiss, was Sache ist. Beide Frauen sind ein Beispiel für eine starke Personen-Marke, neudeutsch „Personal Brand„.

Als erste Frau an der Spitze der Europäischen Zentralbank schaffte es Christine Lagarde, in der von alt-konservativen-weißen-Männern dominierten Finanzwelt den Klimaschutz auf die Agenda der EZB zu setzen.

Greta Thunberg, schwedische Klimaaktivistin, hat eine weltweite Bewegung zum Schutz des Klimas ins Rollen gebracht, die selbst die unbeugsamsten Status-Vielflieger zum Grübeln und gelegentlichen Bahnfahren bringt.

Was hebt diese beiden Frauen von so vielen anderen ab?  Was macht sie so besonders? Und vor allem: was machen sie, um es zu bleiben?

Personal Brand vermittelt Botschaft mit Werten

So steht nicht ein Produkt mit seinen Eigenschaften im Fokus, sondern die Person selbst, also du mit dem, wofür du auch mit deinem Namen einstehst. Claus Hipp erzählt diesen Satz auch am Ende einer jeden Hipp-Babynahrung Werbesendung.

Wer für seinen Namen einsteht, bürgt für etwas und verspricht Qualität. Das schafft Vertrauen.

Ganz egal, ob dein Name schon Programm ist oder es in 2022 werden soll: zum Aufbau und zur Entwicklung deines Personal Brands ist es hilfreich einen Prozess zu durchlaufen, den man im Fachjargon mit Personal Branding bezeichnet.

Bei einem Personal Branding arbeitest du heraus, wie du deine Persönlichkeit mit deinen Kompetenzen und Fähigkeiten am besten auf dem Markt positionierst und dabei eine klare und starke Botschaft in die Welt trägst.

Und da wir uns als Menschen und Persönlichkeiten immer wieder weiter entwickeln und verändern, ist es hilfreich regelmäßig zu beobachten, ob unsere ursprüngliche Personal Brand auch nach Jahren noch zu unser aktuellen Persönlichkeit passt oder wir neue Pfade beschritten haben und unser Branding angepasst werden müsste.

Denn wie es in der Markenwelt so schön heisst: eine Marke ist nur so viel wert, wie man sie schützt und pflegt…

Wie du dein Personal Brand Schritt für Schritt entwickelst und regelmäßig aktualisierst:

Deine Personal Brand hat eine innere und äußere Welt

Von Innen kommen deine Vision, deine Mission und deine Werte, also all das, was deine Persönlichkeit ausmacht.

Diese Botschaften manifestieren, wohin du willst, was dir wichtig ist und worauf es dir ankommt.

Die äußere Welt ist das, womit du dich an die Öffentlichkeit begibst: Dein Slogan, deine Tonalität, dein Farbschema, deine Sprache, deine Fotos.

Eine authentisch starke Personal Brand macht die innere Welt im Außen erkenn- und sichtbar.

Am Anfang steht die Vision

Deine Vision ist das „Wohin“ deiner Personal Brand und ein Grundpfeiler deiner Markenentwicklung:

Bei dieser Frage darfst du richtig groß denken und träumen. Beim Groß-Denken sind komplett neue Wege und Bilder möglich.

Was möchtest du mit deiner Personal Brand erreichen? Wohin soll es mit ihr gehen? Wo siehst du dich in der Zukunft? Was strebst du inhaltlich an, was möchtest du gesellschaftlich verändern?

Was ist dein Ziel?

Überprüfe dein Wohin auch nach Jahren immer wieder – sind deine Ziele nach 3 oder 5 Jahren noch die gleichen?

Deine Vision gibt dir Richtung und Spielraum zugleich.

Eine Vision können ein besonderes Erlebnis bei der Nutzung deines Produkts, eine neue Haltung zu deinem Gesundheitszustand, plastikfreie Weltmeere oder oder oder sein.

Frage dich nach deinen Leidenschaften

Unsere Leidenschaften erkennen wir daran, dass sie uns buchstäblich bannen. Wir sind fasziniert von ihnen und beschäftigen uns freiwillig sehr viel damit.

Wir wollen so viel darüber wissen, dass wir immer noch ein bisschen besser werden und würden sogar dafür bezahlen, um es ausüben zu können. Unsere Leidenschaften motivieren uns immer wieder aufs Neue und treiben uns an.

Leidenschaften verändern sich im Laufe der Zeit.
Überprüfe, ob sie noch dieselben sind wie noch vor ein paar Jahren, als du mit deinem Personal Branding am Anfang standest.

Frage nach deinen Werten
Werte sind wahre Booster für unseren Erfolg. Wenn unser Ziel die Werte befriedigt, die uns wirklich wichtig sind, haben wir auch die Energie, die wir brauchen, um unser Ziel zu erreichen. Nur wenn es passt, haben wir Spaß auf unserem Weg zum Ziel.

Unsere Werte schlummern oft im Unbewussten, steuern dafür aber mehr als wir oft wahrhaben wollen. Beispiele für Werte sind Liebe, Familie, Freiheit, Reichtum, Entwicklung, Gesundheit, Sicherheit usw.

Nimm dir also Zeit, um deine wahren Werte heraus zu finden. Sie sind das Kernstück deiner inneren Arbeit.

Aber auch Werte verändern sich im Laufe des Lebens. Was uns mit 20 Jahren noch unverrückbar schien, ist heute vielleicht nicht mehr so wichtig und andersherum.

Frage dich nun, wie deine – heutigen – Werte mit deinen heutigen Leidenschaften zusammen passen? Wie kannst du sie miteinander verbinden? 

Wenn du zB die Werte Familie und Freiheit hast und deine Leidenschaft das Ausgehen ist, brauchst du unbedingt die Möglichkeit, flexibel zu sein, dein Angebot stetig weiter entwickeln und verändern zu können und viel Skalierungsmöglichkeiten. Deine Marke muss irgendwann von alleine das Geld verdienen….

Wenn du dein „Wohin“, deine Leidenschaften und deine Werte herausgearbeitet hast, formuliere nun in einem Satz, wohin die Reise deiner Kund*innen mit dir als Personal Brand gehen wird. Das nennt man Vision Statement.

Frage dich nach deinem inneren Auftrag
Einen großen Anteil am Erfolg einer guten Marke bildet die Geschichte, die sie erzählt – das berühmte „storytelling“. Diese Geschichte ist der Grund, der dich dazu gebracht hat, das zu tun, was du tust:
deine Mission, dein innerer Auftrag.

Du findest deinen inneren Auftrag, wenn du zum Beispiel folgende Sätze vollendest:

„Mein größter Traum war immer…“,
„Nachdem ….. entschied ich mich, …“,
„Mir war immer klar, dass ich eines Tages ….“

Erzähle deine Geschichte und was dich von innen heraus motiviert. Deine Geschichte ist dein Antrieb, dein WARUM. Sie ist das, was dich ausmacht.

Es liegt auf der Hand, dass sich Geschichten, die mitreissen, am besten verkaufen. Das bedeutet aber nicht, dass du dir nur irgendeine packende, aber fiktive Geschichte auszudenken brauchst, um dich und deine Marke gut zu vermarkten.

Das Gegenteil ist der Fall:

Eines der wichtigsten Prinzipien im Personal Branding ist
Authentizität.

Du wirkst nur dann überzeugend, wenn deine innere Haltung wirklich mit dem übereinstimmt, was du nach außen trägst.

Es ist allein deine Geschichte, die das schafft, denn sie macht dich nahbar. Sei es ein imposanter Erfolg, eine prägende Kindheitsgeschichte oder eine überstandene schwere Erkrankung. Deine Zielgruppe findet sich in deiner Geschichte wieder, mit ihr bist du eine von ihnen. Damit schaffst du Vertrauen und Glaubwürdigkeit und wirst zu ihrem Vor- und Sinnbild.

Fasse deine Mission in einem Satz zusammen, in dem du darstellst, was du machst, wie und für wen du es machst und welche (ideellen) Werte du für deine Kund*innen schaffst.

Gratuliere! Jetzt hast du die innere Welt deiner Marke erkundet und ein wichtiges Kernstück deiner Arbeit hinter dir! Du kannst dich von nun an immer wieder an deinem Vision Statement und deinem Mission Statement orientieren. Solltest du in einem Team arbeiten, geben diese Sätze auch dem Team  Orientierung und Richtung.

Ein an deinen Statements orientiertes Handeln ist Teil deiner Markenidentität, die du brauchst, um auf dem Markt wiedererkannt zu werden.

 
„Und was machst du so?“ – Dein Personal Brand Statement

Stell dir vor, Elon Musk stellt dir diese Frage im Aufzug. Du hast bis zur Klingel im 8. Stock genau 6 Sekunden Zeit für deine Antwort.

Diese Szene ist bekannt als „Elevator Pitch“. Für Unternehmen ist es das „Mission Statement“ und manche fragen auch einfach nach der „Berufsbezeichnung“. Im Personal Branding finde ich die Bezeichnung Personal Brand Statement passend. Aber egal, welchen Namen du dieser Frage gibst: die Antwort hierauf muss sitzen, 6 Sekunden!

Am besten, du hast diesen Satz einfach schon parat. Mit Deinem Personal Brand Statement, mit dem du deinen Kund*innen in einem Satz erklärst, warum und wie du ihre Probleme bewältigst.

Personal Brand Statements sind emotional und überzeugen deine Kund*innen, weil du ihnen mit deinem Angebot die maßgeschneiderte Lösung ihrer Anliegen versprichst.

Dein Personal Brand Statement ist dein Hebel, mit dem du dich von den gefühlt 2000 Rechtsanwälten und Steuerberatern, 800 Yogalehrerinnen und 1300 Coaches in Deutschland abhebst

Mit deinem Personal Brand Statement zielst du punktgenau in eine Richtung.

Statt eines Bauchladens an Angeboten fokussierst du dich ausschließlich auf die Kund*innen, die du wirklich haben möchtest und positionierst dich damit. 

Stell dir vor, Du bist Fachanwältin für Familienrecht, Mediatorin und Coach und stehst deinen Mandanten auch beratend zur Seite, indem du die Trennung emotional stützend begleitest.

Wow –  Gratuliere zu deinen Qualifikationen!
Sie sind wichtig für deine Vertrauenswürdigkeit, aber sorry, sie interessieren deine Kundinnen erst auf den zweiten Blick.

Um dich von der Masse derer abzuheben, die dasselbe machen wie du, erreichst du deine Kund*innen auf den ersten Blick ausschließlich über Emotionen.

Menschen in Trennung befinden sich in einer schweren emotionalen Krise. Hole sie da ab, wo sie stehen, zB mit: „Ich bin Anwältin für Familienrecht und führe Sie durch die Trennung, damit Sie zuversichtlich und gestärkt in ihre neue Lebensphase gehen“ statt mit einer Litanei deiner Expertisen  „Ich bin Rechtsanwältin, Mediatorin, Coach und Fachanwältin für Familienrecht“.   

Marke ist das, was andere über dich sagen
Mal ehrlich:

Um das für dich maßgeschneiderte Vision-, Mission- und Personal Brand Statement zu finden, braucht es Zeit, Ehrlichkeit und Geduld. Wenn es wirklich professionell sein soll, auch der Hilfe von Dritten. Deine Freund*innen und deine Familie können dir hier erste wertvolle Unterstützung geben.

Für ein funktionierendes Personal Brand Statement und für all das, was im Anschluss daran zur äußeren Darstellung notwendig ist, lohnt es sich jedoch, Marken- und  Positionierungsexpert*innen zu befragen.

Sie haben es sich zur  Aufgabe gemacht, Menschen wie dich in dem Prozess der persönlichen Marken(weiter)entwicklung zu begleiten und sie zu strukturieren. Damit du die Kund*innen erreichst, die du wirklich haben möchtest. Denn was hilft dir das schönste Logo der besten Grafikagentur, wenn deine Botschaft deine Traum-Kund*innen nicht erreicht?

Meine Lieblingsexpertinnen in Sachen Positionierung sind KatrinundKerstin.

Die äußere Welt
Das Gesicht deiner Personal Brand ist das erste, was deine Kund*innen wahrnehmen. Sie werden auf dich aufmerksam, wenn dein Look stimmt.

Wie trittst du nach außen auf?
Mit welchen äußeren Merkmalen erkennen sie dich immer wieder?

Präsentiere ein abgestimmtes, einheitliches Design.

Für einen stimmigen Look brauchst du ein Konzept mit: 

  • Farbschema

    Für deine Website brauchst du in der Regel drei Farben: eine Hauptfarbe, eine Kontrast- und eine neutrale Farbe. Farben sagen etwas aus, deswegen wähle eine Farbe, die zu deinem Business passt.

  • Schriften

    Suche dir 2 Schriftarten aus, die passend sind zu deiner Personal Brand Statement. Eine verwendest du für deine Überschriften, die andere für deine Texte. Je nachdem, was du ausdrücken möchtest, gibt es kraftvolle und Moderen, schlichte und sachliche oder elegant-klassische Schrifttypen.

  • Personal Brand Fotos

    Du brauchst mindestens 5 verschiedene Motive von dir: ein Star-Portrait. eine typische Arbeitssituation, ein Blick-über-die-Schulter-auf-dich Foto, verschiedene Stills und eine Totale, auf der man auch deine Arbeitsumgebung erkennen kann. 

Es bewährt sich, sein Erscheinungsbild regelmäßig zu aktualisieren, um vorne zu bleiben. Nichts wirkt verstaubter als ein Urlaubsbild, das vor 5 Jahren geknipst wurde.

Orientiere dich bei der Suche nach dem richtigen Look an dem, was deinen Traum-Kundinnen gefällt. Sie wählen dich aus einer Heerschar von Mitbewerber*innen aus und gehen dabei rein emotional vor.

Der erste Eindruck zählt!

Dein Look muss deinen Traumkund*innen sogar auf den ersten Blick auffallen, sympathisch sein und gefallen. Erst dann werden sie anfangen, deine Texte zu lesen.

Was eignet sich hierfür besser als Personal Brand Fotos, auf denen Du das tust, wofür du brennst?

Warum der erste Eindruck niemals trügt und wie du mit Personal Brand Fotos auf den ersten Blick beeindruckst, habe ich dir hier zusammengefasst. 

Der Ton macht die Musik

Sprichst du deine Kund*innen eher förmlich mit „Sie“ oder mit „Du“ an?

Welche Stimme hast du als Marke?

Ist dein Tonfall eher sachlich-analytisch, witzig-direkt oder lässig-cool?

Ein Personal Branding ist alles andere als trivial. Was sich am Ende so einfach und logisch anhört, benötigt viel und intensiver Auseinandersetzung mit dir selbst und dem, wohin du willst.

Es lohnt sich sehr, wenn du dir für deine Personal Brand Zeit und Mühe gibst. Es ist wie das Fundament und die Planung deines Hauses. Es bereitet ihm einen soliden Boden, das jedem Sturm trotzt. 

Auch mich haben die Profis KatrinundKerstin beraten und ich würde diesen Weg immer wieder gehen.